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Die Stimme des Elfen


diviBib
Vater hatte Recht. Diese Roten Affen erinnerten mehr an die Normannenvölker der alten Zeit, als an drahtige, elegante Elfen. Von den Spitzohren mal ganz abgesehen. Aber sie hatten Waven gerettet, ihr Quartier gegeben und Essen gebracht. Sie sollte nicht gleich ihren ganzen Groll versprühen. Waven stützte ihr Kinn auf ihre Unterarme auf.Danke, sagte sie halblaut.Der Mann stoppte seinen Abgang abrupt und drehte ihr über seine Schulter das Gesicht zu. Waven vergaß ihren Kopfschmerz. Bramkhorkirbul!Hatte der lange Wimpern! Sie umrahmten seltsam schräg stehende, mandelförmige Augen und besaßen die Farbe von rotschwarzem Rost. Waven runzelte die Stirn. Was dachte sie denn für einen Mist? Sie war mit Sicherheit nicht mit der Gabe der Poesie gesegnet. Dafür war sie zu sehr Zwerg. Frische Wildheit, rotschwarzer Rost? Das Layaskar hatte ihr den Schädel schlimmer demoliert als sie dachte. Auch der Fremde legte die Stirn in Falten. Offenbar irritiert, weil Waven so ein missmutiges Gesicht zog. Dass dies nicht unmittelbar an ihm lag, konnte er ja nicht wissen. Jetzt war zu sehen, dass sich seine Tätowierung auch auf seiner rechten Gesichtshälfte fortsetzte. Der linke Flügel des Drachen strich über seine Wange bis zu Schläfe hinauf. Der Elf hatte ein spitz geschnittenes, fast schon lächerlich hübsches Gesicht. Vater Xulumbur würde es in den Fingern jucken ihm die Visage zu polieren. Das brachte Waven zum Lächeln. Aufgrund dieser Gefühlsregung zog der rote Kerl seine weibisch akkuraten Augenbrauen zusammen. Waven stand kurz davor laut aufzulachen. Sie brachte ihn wohl gerade ziemlich durcheinander. Doch der fiese Schmerz schlich in ihre Schläfen zurück. Nein.Lachen wäre nicht gut.Aus mehreren Gründen. So grimmig wie der Elf dreinschaute. Danke, wiederholte Waven deshalb und nickte zu dem Tablett hinüber, das der Mann gebracht hatte. Sein rotglimmender Blick flackerte zu der Stelle und wieder zu ihr zurück. Seine Nasenflügel bebten, als er mit einer lässigen Handbewegung das Haar von der Schulter auf seinen Rücken strich. Dann drehte er sich um und verschwand durch den Wasserschleier. Wunderbar!Schon einen Freund gewonnen.Waven Silberbart war Mensch und Zwerg zugleich. Auch wenn Vater wusste, dass die Roten Elfen nicht so vornehm waren wie ihre Brüder und Schwestern aus Lubifayen, warum kam er auf den Gedanken, dass Waven als Fürsprecherin in ihrem Kreise auftreten soll? Sie war doch keine Diplomatin! Sie konnte ihnen höchstens nach zwergenart Vernunft in den Schädel schlagen. Und das wäre doch schade. Schließlich hatte der Elf mit der Drachentätowierung so ein süßes Puppengesicht.
Manifestation
Titel
Haupttitel
Die Stimme des Elfen
Titelzusatz
Zähmung einer frechen Zwergin
Ressource
eBook
Veröffentlichungsangabe
Verlagsname
Sonnenfleck
Erscheinungsdatum
2023
DIVIBIB
1956421773
ISBN13
978-3-98865-694-0
Medientyp
Computermedien
Datenträgertyp
Online-Ressource
Erscheinungsweise
einzelne Einheit
Umfang
152 S.
Veröffentlichungsangabe
Verlagsname
Sonnenfleck
Erscheinungsdatum
2023
Uniform Resource Locator (URL)
Sonstige
https://static.onleihe.de/content/978/398/865/694/0/65c24275673f3d10bd629a4f/v9783988656940.epub
Sonstige
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Sonstige
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Beispielinhalt
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Covergrafik
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diviBib
Vater hatte Recht. Diese Roten Affen erinnerten mehr an die Normannenvölker der alten Zeit, als an drahtige, elegante Elfen. Von den Spitzohren mal ganz abgesehen. Aber sie hatten Waven gerettet, ihr Quartier gegeben und Essen gebracht. Sie sollte nicht gleich ihren ganzen Groll versprühen. Waven stützte ihr Kinn auf ihre Unterarme auf.Danke, sagte sie halblaut.Der Mann stoppte seinen Abgang abrupt und drehte ihr über seine Schulter das Gesicht zu. Waven vergaß ihren Kopfschmerz. Bramkhorkirbul!Hatte der lange Wimpern! Sie umrahmten seltsam schräg stehende, mandelförmige Augen und besaßen die Farbe von rotschwarzem Rost. Waven runzelte die Stirn. Was dachte sie denn für einen Mist? Sie war mit Sicherheit nicht mit der Gabe der Poesie gesegnet. Dafür war sie zu sehr Zwerg. Frische Wildheit, rotschwarzer Rost? Das Layaskar hatte ihr den Schädel schlimmer demoliert als sie dachte. Auch der Fremde legte die Stirn in Falten. Offenbar irritiert, weil Waven so ein missmutiges Gesicht zog. Dass dies nicht unmittelbar an ihm lag, konnte er ja nicht wissen. Jetzt war zu sehen, dass sich seine Tätowierung auch auf seiner rechten Gesichtshälfte fortsetzte. Der linke Flügel des Drachen strich über seine Wange bis zu Schläfe hinauf. Der Elf hatte ein spitz geschnittenes, fast schon lächerlich hübsches Gesicht. Vater Xulumbur würde es in den Fingern jucken ihm die Visage zu polieren. Das brachte Waven zum Lächeln. Aufgrund dieser Gefühlsregung zog der rote Kerl seine weibisch akkuraten Augenbrauen zusammen. Waven stand kurz davor laut aufzulachen. Sie brachte ihn wohl gerade ziemlich durcheinander. Doch der fiese Schmerz schlich in ihre Schläfen zurück. Nein.Lachen wäre nicht gut.Aus mehreren Gründen. So grimmig wie der Elf dreinschaute. Danke, wiederholte Waven deshalb und nickte zu dem Tablett hinüber, das der Mann gebracht hatte. Sein rotglimmender Blick flackerte zu der Stelle und wieder zu ihr zurück. Seine Nasenflügel bebten, als er mit einer lässigen Handbewegung das Haar von der Schulter auf seinen Rücken strich. Dann drehte er sich um und verschwand durch den Wasserschleier. Wunderbar!Schon einen Freund gewonnen.Waven Silberbart war Mensch und Zwerg zugleich. Auch wenn Vater wusste, dass die Roten Elfen nicht so vornehm waren wie ihre Brüder und Schwestern aus Lubifayen, warum kam er auf den Gedanken, dass Waven als Fürsprecherin in ihrem Kreise auftreten soll? Sie war doch keine Diplomatin! Sie konnte ihnen höchstens nach zwergenart Vernunft in den Schädel schlagen. Und das wäre doch schade. Schließlich hatte der Elf mit der Drachentätowierung so ein süßes Puppengesicht.
Inhaltstyp
Text
Sprache der Expression
Deutsch
Zusammenfassung des Inhalts
Vater hatte Recht. Diese Roten Affen erinnerten mehr an die Normannenvölker der alten Zeit, als an drahtige, elegante Elfen. Von den Spitzohren mal ganz abgesehen. Aber sie hatten Waven gerettet, ihr Quartier gegeben und Essen gebracht. Sie sollte nicht gleich ihren ganzen Groll versprühen. Waven stützte ihr Kinn auf ihre Unterarme auf.Danke, sagte sie halblaut.Der Mann stoppte seinen Abgang abrupt und drehte ihr über seine Schulter das Gesicht zu. Waven vergaß ihren Kopfschmerz. Bramkhorkirbul!Hatte der lange Wimpern! Sie umrahmten seltsam schräg stehende, mandelförmige Augen und besaßen die Farbe von rotschwarzem Rost. Waven runzelte die Stirn. Was dachte sie denn für einen Mist? Sie war mit Sicherheit nicht mit der Gabe der Poesie gesegnet. Dafür war sie zu sehr Zwerg. Frische Wildheit, rotschwarzer Rost? Das Layaskar hatte ihr den Schädel schlimmer demoliert als sie dachte. Auch der Fremde legte die Stirn in Falten. Offenbar irritiert, weil Waven so ein missmutiges Gesicht zog. Dass dies nicht unmittelbar an ihm lag, konnte er ja nicht wissen. Jetzt war zu sehen, dass sich seine Tätowierung auch auf seiner rechten Gesichtshälfte fortsetzte. Der linke Flügel des Drachen strich über seine Wange bis zu Schläfe hinauf. Der Elf hatte ein spitz geschnittenes, fast schon lächerlich hübsches Gesicht. Vater Xulumbur würde es in den Fingern jucken ihm die Visage zu polieren. Das brachte Waven zum Lächeln. Aufgrund dieser Gefühlsregung zog der rote Kerl seine weibisch akkuraten Augenbrauen zusammen. Waven stand kurz davor laut aufzulachen. Sie brachte ihn wohl gerade ziemlich durcheinander. Doch der fiese Schmerz schlich in ihre Schläfen zurück. Nein.Lachen wäre nicht gut.Aus mehreren Gründen. So grimmig wie der Elf dreinschaute. Danke, wiederholte Waven deshalb und nickte zu dem Tablett hinüber, das der Mann gebracht hatte. Sein rotglimmender Blick flackerte zu der Stelle und wieder zu ihr zurück. Seine Nasenflügel bebten, als er mit einer lässigen Handbewegung das Haar von der Schulter auf seinen Rücken strich. Dann drehte er sich um und verschwand durch den Wasserschleier. Wunderbar!Schon einen Freund gewonnen.Waven Silberbart war Mensch und Zwerg zugleich. Auch wenn Vater wusste, dass die Roten Elfen nicht so vornehm waren wie ihre Brüder und Schwestern aus Lubifayen, warum kam er auf den Gedanken, dass Waven als Fürsprecherin in ihrem Kreise auftreten soll? Sie war doch keine Diplomatin! Sie konnte ihnen höchstens nach zwergenart Vernunft in den Schädel schlagen. Und das wäre doch schade. Schließlich hatte der Elf mit der Drachentätowierung so ein süßes Puppengesicht.
Titel
Bevorzugter Titel des Werks
Die Stimme des Elfen
Personen
Verfasser/-in
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